Randverbund

Der Randverbund – die warme Kante

Mehrscheiben-Wärmeschutzverglasungen sind, wie der Name bereits sagt, eine zusammengefügte Einheit aus zwei oder drei Glasscheiben. Diese werden mit Abstandshaltern auf Distanz zueinander gehalten und am Rand vergossen, um eine stabile und dichte Einheit zu bekommen. Der Aufbau und das Material dieses Randverbundes beeinflussen den Wärmedämmwert der Verglasung. Neben der Wärmedämmung spielt auch die langfristige Lebensdauer und Dichtigkeit der Randverbundmaterialen bei UV-Bestrahlung und Klimalast (wechselnde Temperatur und Luftdruck) eine Rolle. Denn wenn die Edelgasfüllung entweicht, ist auch die Wärmedämmung dahin.

Als sogenannte „warme Kante“ wird dabei der energetisch optimierte Randverbund von Mehrscheiben-Wärmeschutzverglasungen bezeichnet.

Randverbund
Randverbund_2

Wie aus der obigen Skizze ersichtlich wird, besteht der Randverbund aus einem Glasabstandshalter (gefüllt mit einem hygroskopischen Trockenmittel), der zu den Scheiben hin in eine Butyldichtung eingefasst ist. Der Verbund wird dann mit Polysulfidpolymer oder silikonhaltiger Vergussmasse verklebt und hermetisch abgedichtet.

Als Abstandhalter zwischen den Scheiben wurde und wird sehr oft Aluminium oder Stahl verwendet, welche aber aufgrund ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit den guten U-Wert der Verglasung reduzieren kann. Neuere Abstandshalter aus UV-beständigem Kunststoff mit integrierter Dampfdiffusionssperre aus Edelstahl reduzieren die Verluste gegenüber herkömmlichen Alu-Abstandshaltern um ca. 50%. Für das gesamte Fenster ergibt sich laut Angaben verschiedener Hersteller eine Verbesserung des U-Wertes von bis zu 10%. Also ein durchaus beachtenswerter Faktor.