Fensterdichtheit

Fugendurchlasswert – Der a-Wert

Der Fugendurchlasskoeffizient a beschreibt die Dichtheit von Fensterfugen. Er gibt an wieviel Kubikmeter Luft in einer Stunde bei einem bestimmten Druckunterschied von der einen Seite zur anderen hindurchgeht. Dadurch ist der a-Wert ein Kriterium sowohl bei der Wärme-, als auch bei der Schalldämmung. Je dichter das Fenster bzw. je kleiner der a-Wert desto kleiner der Wärmeverlust durch Luftstrom. Erreicht wird diese hohe Winddichtheit heutzutage durch zwei umlaufende Dichtungen zwischen Fensterflügel und Fensterrahmen:

Fensterdichtheit

Gegner von hochdichten Fenstern sind der Meinung, dass Fenster einen Mindestluftwechsel zur Sicherung von frischer Atemluft und zur Vermeidung von Bauschäden, insbesondere Schimmel, gestatten sollten. Dem ist zu entgegnen, dass es zu einem sehr zufälligen Luftwechsel kommt, wenn man den Luftaustausch undichten Fensterfugen überlässt. Er funktioniert grundsätzlich nur, wenn Wind geht. Die Richtung des Windes entscheidet, ob Luft von der Küche ins Wohnzimmer oder umgekehrt geleitet wird. Es geht ein Menge Wärmeenergie verloren, im Winter mag sich niemand in der Nähe zugiger Fenster niederlassen. Es ist einleuchtend, dass durch undichte Fenster alles in allem weder ein kontrollierter noch bedarfsgerechter Luftaustausch stattfindet.

Gute Luftqualität und Vermeidung von Bauschäden erreicht man nicht durch Undichtheiten in der Fensterkonstruktion. Kontrollierter und bedarfsgerechter Luftaustausch bei modernen Fenstern findet nur statt bei fachgerechtem Einbau, häufigem Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern oder einfachen Be- und Entlüftungsanlagen bei geringem Energieverbauch und -verlust.